Was ist die ufaFabrik in Berlin?


Im Jahr 1979, als der Abriss der ehemaligen UFA Kopierwerke kurz bevor stand, entstand durch die Initiative einer Gruppe von Künstlern und im Stadtteil ansässigen Aktivisten für ein alternatives Leben die UFA Kulturfabrik in Berlin Tempelhof. Sie ist definitiv ein Highlight in diesem ansonsten mit Kultur nicht gerade überversorgten Stadtteil, und genau darum ist sie eben auch so besonders. Und - sie hat viele Phasen auch der Berliner Stadtgeschichte überlebt, sich immer wieder neu erfunden und stellt ganz sicher einen Mittelpunkt des alternativen Lebens von Berlin dar. Auf einem riesigen Gelände, das 18.566 Quadratmeter umfasst, hat sich hier ein sich gegenseitig befruchtendes Neben- und Miteinander ganz unterschiedlicher Menschen entwickelt, das es in dieser Art wohl kein zweites Mal gibt.

Wer arbeitet für die ufaFabrik in Berlin?


In der UFA Kulturfabrik leben ca. 30 Menschen unterschiedlicher Berufe. Daneben arbeiten momentan 160 Menschen auf dem Gelände, so dass die UFA Fabrik also sowohl eine Wohnstätte als auch ein "Arbeitsplatz" ist. Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit ist die Kinder- und Jugendarbeit. Hier werden Kinder an viele interessante kreative und kulturelle Themen heran geführt, hier können sie sich selbst erproben, auch schon einmal erste Auftritte haben und das Erlernte oder Erarbeitete vorzuführen. Diese Arbeit setzt dem reinen Konsum eindeutig etwas entgegen; Menschen jeglichen Alters werden wieder zu Akteuren statt zu Konsumenten. Die UFA Fabrik versteht sich auf jeden Fall auch als eine Anlaufstelle für den "Kiez", wo Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Weltanschauungen zusammenkommen, essen und trinken, kommunizieren oder einfach nur ausspannen können.

Wodurch wurde die ufaFabrik Berlin legendär?


Manche Konzerte oder Auftritte, von denen man heute noch spricht, haben in der UFA Fabrik statt gefunden. Hierher kehren manche Künstler, auch nachdem sie schon berühmt geworden sind, gerne zurück, denn die UFA Fabrik bietet ihnen viel Spiel- und Freiraum, ein aufgeschlossenes Publikum fern der etablierten kulturellen Stätten und natürlich diese spezielle, etwas "rummelige" Atmosphäre, die einen Aufenthalt dort so nett macht. Annie Sprinkle, die Performancekünstlerin, wurde durch ihren Auftritt in der UFA Fabrik erst bekannt und ist seitdem noch häufig nach Berlin zurück gekehrt. Vor oder nach den Konzerten kann man ein leckeres Essen, das frisch und liebevoll zubereitet wird, zu sich nehmen, im Sommer draußen den Himmel über Berlin betrachten und es sich gut gehen lassen. Kultur, ein Programm jenseits des Mainstreams aber auch Veranstaltungen aus dem Gesundheitsbereich, Workshops aller Art, hier könnte man Tage verbringen und noch etwas Spannendes zu tun finden.