Der Ufa-Palast am Zoo in Berlin


Erstmalig wurde 1919 der Ufa Palast am Zoo in Berlin eröffnet. Das Filmtheater in der Hardenbergstrasse hatte zu dieser Zeit 1740 Sitzplätze, die jedoch 1925 auf 2165 Plätze durch einen anderen Architekten erweitert wurden. Bevor der Ufa Palast in Hamburg später eröffnet wurde, war dieses Kino in Berlin das Größte welches in ganz Deutschland existierte.
Von 1920 - 1930 war dies eines der Größten, beliebtesten und vor allem bedeutendsten Uraufführungskinos in Deutschland. In diesem Kino fanden in der Zeit von September 1919 bis März 1943, 44 verschiedene Uraufführungen statt. Dazu kommen natürlich noch zwei Premieren, die im September 1940 und im Oktober 1941 statt gefunden haben.

Carl Gause machte den Ufa-Palast am Zoo bekannt


Das Gebäude wurde ursprünglich von dem Architekten Carl Gause (ein Architekt aus dem Hotel Adlon), geplant und entworfen, welches dann 1905 - 1906 als Ausstellungshallen am Zoologischen Garten gebaut wurden. 1912 wurde dann der westliche Teil der Halle zu einer Theaterhalle umgebaut, welches wiederum durch Arthur Biberfeld geschah. 1913 war es dann soweit, dass der Raum mit einem Bildwerferaum (Also einer kleinen Extra Kabine mit großem Sichtfenster) ausgestattet wurde um dort die Aufführung des Films Que Vadis auszustrahlen.
Zu dieser Zeit bekam das Theater dann auch den Namen “Cines Palast”.
1919 war es dann soweit und der Architekt Max Bischoff baute das Kino im Auftrag der Ufa soweit aus, dass nun die benannten 1740 Sitzplätze zur Verfügung standen.
Demnach konnte das Kino nun am 18. September mit der Aufführung als Premiere “Madame Dubarry” eröffnet werden.

Was sind die Besonderheiten des Ufa-Palast am Zoo?


Die Rechteckige Grundform des Saals war recht einfach und schlicht gestaltet, wobei die Sitzplätze auf Doppelstöckigen Logen platziert wurden. Die Anordnung der Sitze hatte die Form eines Hufeisens, dass man eine Gute Sicht zu der mit Fayenceplatten versehenen Filmleinwand bekam.
Der erwähnte Umbau im Jahre 1925 wurde von Carl Stahl - Urach durchgeführt, aber der Saal bekam nicht nur mehr Sitzplätze, sondern auch eine Lichtorgel. Im Laufe der Jahre wurde auch die Außenreklame immer moderner gestaltet, erst nur mit Lichtinszenierungen und später dann mit einer umfangreichen Verkleidung. Durch die Bombenanschläge im Krieg wurde das gesamte Gebäude im November 1943 völlig zerstört, dann aber 1957 als Nachfolgebau der heute bekannte Zoo Palast wieder erbaut.