Der Ufa-Palast für Kinofans


Ufa Kinos hießen die Kinos, die von der am 18. Dezember 1917 gegründeten Universum Film AG (Ufa) betrieben wurden. Die Ufa wurde von einer Vereinigung unter der Leitung des Vorstandsmitglieds der Deutschen Bank, Emil Georg von Stauß gegründet.

War der Ufa-Palast schon immer ein Kino?


Ufa PalastDie Ufa war als Filmproduktionsanstalt bekannt und besaß, seit der Weimarer Republik auch mehrere Kinos. Darunter den Zoo-Palast in Berlin, hier fanden bedeutende Weltpremieren statt. Außerdem gehörte noch der Ufa-Palast in Hamburg dazu. Dieses Kino, war bei seiner Eröffnung, 1929 das größte Kino Europas. Die Zahl der zur Ufa gehörenden Kinos stieg rasant an, 1936 waren es 109 Kinos, im Jahre 1938 waren es bereits 5446 Kinos. Im April 1956 wurden alle Ufa-Kinos zur Ufa-Theater AG zusammengeführt. Diese AG stand unter der Leitung eines Bankenkonsortiums, unter der Führung der Deutschen Bank. Im Januar 1964 ging die Ufa in den Besitz der Firma Bertelsmann über. Mann fing an, die großen Säle aus der Nachkriegszeit in mehrere kleine Räume mit 20 bis 30 Plätzen zu unterteilen. Dadurch entstand der Begriff der Schachtelkinos.

Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 übernahm die Ufa einige Kinos der ehemaligen DDR. Die Treuhand bestand darauf, dass die Ufa nicht nur einzelne Kinos übernahm, sondern zwang die Ufa zur Übernahme mehrerer Kinos. Einige dieser Kinos waren in einem sehr schlechten, baufälligen Zustand, oder befanden sich an schlechten Standorten. Die Ufa wurde außerdem gezwungen, alle Kinos mindestens 2 Jahre zu betreiben. Das erste Kino aus den neuen Bundesländern, welches die Ufa übernahm, war das Metropol in Chemnitz, hinzu kamen dann noch das Capitol und Tivoli in Plauen, außerdem noch Kinos in Gera, Weimar, Halle (Saale), Magdeburg, Hoyerswerda, Frankfurt (Oder). Zu dem Bestand gehörten auch das Rundkino in Dresden und die Kinos Kosmos und Sojus in Ost Berlin.

Die Ufa und der Ufa-Palast wurden abgespeckt


Nach Ablauf der 2 Pflichtjahre sah sich die Ufa gezwungen, einige Kinos wegen Unrentabilität geschlossen werden. Andere mußten dringend renoviert oder umgebaut werden. Zu dieser Zeit begann auch der Multiplex-Kino Boom, so dass viele Städte lieber den Mitbewerbern den Zuschlag zum Umbau in ein Multiplexkino gaben. Die Ufa hatte nicht das Geld, um hier mitzuhalten. Die Übernahme von der Treuhand war zu teuer gewesen.

Im Oktober 2002 ging die Ufa in die Insolvenz und wurde nach einer kurzen Zusammenarbeit mit dem Konkurrenten Cinemax, von Cinestar übernommen.

Heute noch bestehende Ufa-Palast Kinos:

Das sind der Ufa-Palast am Zoo in Berlin, der Ufa-Kristallpalast in Dresden, der Ufa-Palast in Düsseldorf, und der Ufa-Palast in Stuttgart.